streunende Kälber und Kühe

Fahren Sie eine beliebige Straße in Kathmandu entlang und Sie werden innerhalb weniger Minuten eine Kuh sehen. Obwohl man sich in Nepal darüber im Klaren ist, dass das Problem der streunenden und ausgesetzten Kühe ein erhebliches Tierschutzproblem darstellt, führten die Versuche dieses Problem zu bewältigen nie zu einer dauerhaften Lösung.

Diese Kühe werden in den frühen Morgenstunden auf den Straßen, ausgesetzt. Die hilflosen Tiere werden aus Lastwagen geworfen und bleiben verwirrt und geschockt auf der Strasse liegen. Dort verharren sie dann den ganzen Tag, während der Trubel und die Hektik des Verkehrs an ihnen vorbeiziehen.

Wenn sie Glück haben gelangen sie schließlich sicher zum Strassenrand. Hier bleiben sie dann und ernähren sich von Müll und Abfällen. Sie gehören zum Stadtbild und werden trotz der offensichtlichen Notlage ,ebenso wie die streunenden Hunde, ignoriert.

Oft jedoch werden sie durch vorbeifahrende Autos verletzt und müssen versorgt werden.

Die Ursachen

Es gibt zwei Schlüsselfaktoren, die zum Problem der Straßenkühe in Kathmandu beitragen:

erstens:  Die Kuh ist in Nepal und den meisten Staaten Indiens ein heiliges Tier und die Schlachtung von Rindern ist gesetzlich verboten. Tatsächlich sind Kühe das Nationaltier Nepals und es gibt harte Strafen für diejenigen, die ihre Heiligkeit nicht respektieren. Im Gegensatz zu den meisten westlichen Ländern ist ihr Fleisch tabu und ihr wirtschaftlicher Wert, obwohl sie eine große religiöse und kulturelle Bedeutung haben, eher gering.

zweitens: Obwohl es illegal ist eine Kuh zu töten oder zu verletzen, werden Rinder in der Milchwirtschaft häufig zur Milchproduktion verwendet. Um Milch zu produzieren muss eine Kuh kontinuierlich tragend sein und gebären. Weibliche Kälber werden geschätzt da sie Milch geben und ihre Mütter ersetzen können, wenn diese keine Milch mehr produzieren. Männliche Kälber hingegen haben wenig Nutzen und sind ein sogenanntes „Abfallnebenprodukt“ der Milchwirtschaft.

Es gibt keinen Nutzen für männliche Kälber und die Haltung ist teuer. Ihre Besitzer müssen daher die Entscheidung treffen sie entweder zu behalten und zu füttern (was für viele Jahre mit erheblichen Kosten verbunden ist) oder sie auszusetzen (dies wird mit einer Geldstrafe geahndet).  Viele entscheiden sich für die letztere Option und schätzen das Risiko, beim Aussetzen der Kälber „erwischt“ zu werden, zu Recht als gering ein.

Lösungen

Solange keine  langfristige Lösung für die Krise der Straßenkuhpopulation gefunden ist – eine, die die Ursachen des Problems berücksichtigt und durch strengere rechtliche Sanktionen das Aussetzen von Kühen bestraft, unternehmen wir erste Schritte, um die Gefahren, denen die Kälber auf der Straße ausgesetzt sind, zu verringern.

Einfache Methoden sind oft schnell umzusetzen und erstaunlich effektiv. Eine von unserem Team entwickelte Methode besteht z.B. darin, Halsbänder aus reflektierendem Klebeband zu verwenden um die Kühe nachts auf der Straße sichtbarer zu machen und so Verkehrsunfälle zu vermeiden.

Diese einfache Lösung senkt die Risiken, denen die Kühe beim Überqueren der Straßen ausgesetzt sind, erheblich. Sie ist absolut sicher für das Tier da das Halsband locker sitzt und leicht abgestreift werden kann, sollte das Kalb an etwas hängen bleiben. Es reduziert zwar nicht die Zahl der Straßenkühe in Kathmandu, verleiht ihnen aber zumindest etwas mehr Sicherheit.

Neben der Unfallprävention von Kühen können reflektierende Halsbänder mit Tracker auch zur Überwachung und Aufspürung des Tieres verwendet werden. So erhalten wir wichtige Informationen über seine Gesundheit, seine Gewohnheiten und dies ermöglicht es uns, Veränderungen in der Population im Auge zu behalten.

Wir planen dieses Projekt bald auf die ganze Stadt auszudehnen. Dies wird der erste Schritt in unserem Bemühen sein das Schicksal der vernachlässigten, ausgestoßenen Kühe von Kathmandu zu verbessern.

Bitte helfen Sie uns die streunenden Kühe und Kälber zu schützen

Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende

Unser Vorhaben den ausgesetzten Kühen auf den Straßen von Kathmandu zu helfen, beansprucht die begrenzten Ressourcen unserer Organisation zusätzlich. Ohne die kontinuierliche Unterstützung unserer engagierten Freunde und tierliebenden Unterstützer werden wir diese Arbeit nicht leisten können.

Bitte unterstützen Sie dieses Projekt.

Ihre Spende wird zweckgebunden verwendet und auf Wunsch werden wir Fotos von den Kälbern und entsprechende Quittungen zusenden. Auf betterplace können auf Ihren Wunsch entsprechende Bedarfe eingestellt werden.

Wir danken Ihnen von Herzen.


Kathmandu Animal Treatment Centre © | Budhanilkantha | GPO Box 8975, EPC 4120, Kathmandu, Nepal
Nepal registration no: 994/059/060 | UK registration no: 1137647

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